Die Burgruine Löwenburg liegt auf dem Gipfel des Löwenburgbergs, einem verwitterten Vulkanschlot aus Nephelin-Latit. Die Hauptburg thront auf dem höchsten Teil des Gipfels am westlichen Ende des Plateaus, während sich die Vorburg auf der tiefer gelegenen Plateaufläche westlich der Hauptburg erstreckt.
Gelände der Löwenburg (Foto: Plumpaquatsch@Wikimedia)
Die Treppe zum höchsten Punkt
Der ca. 150 Jahre alte Feld-Ahorn am höchsten Punkt der Ruine
Blick nach Bonn zwischen Drachenfels links und Petersberg rechts (nordwest)
Blick von der Löwenburg nach Bad Honnef (südwest)
Blick von der Löwenburg über den Rhein in die Eifel
Aufstieg auf die Löwenburg
Die Ruine der Löwenburg ist vom Löwenburger Hof auf breiten und gut befestigten Forstwegen einfach zu erreichen.
Zuerst eben in den Wald hinein nach Süden bis zu einer großen Wegekreuzung im Wald, ab da den Wegweisern folgend in angenehmer Steigung zur Ruine (1,1 km, ~100 Hm, Karte, GPX-Download).
Ein alternativer Weg führt im mittleren Teil über einen schmalen Steig (1,3 km, ~100 Hm, Karte, GPX-Download). Die beiden Wege lassen sich zu einem Rundweg verbinden.
Die Geschichte der Löwenburg
Die Löwenburg-Ruine ist die einzige in den Grundfesten erhaltene Höhenburg am Mittelrhein. Wahrscheinlich ist sie um 1200 von Heinrich II., dem Grafen von Sayn, als Stützpunkt für den nördlichen Teil der saynschen Besitzungen gegen die Grafen vom Berge und die Erzbischöfe von Köln errichtet worden.
Das Herrschaftsgebiet Lewenberg der Löwenburger Ritter erstreckte sich über ein weites Gebiet von Honnef über Dollendorf, Teile des heutigen Bonns, Niederkassel, Overath bis nach Rodenkirchen. Honnef wurde Zentrum der Herrschaft und Sitz des Hauptgerichts.
Am 29. August 1247 wurde die älteste noch erhaltene Löwenburg-Urkunde ausgestellt. Durch diese Urkunde bestätigen die vier Neffen, die Gebrüder Johann, Heinrich (nannte sich später Heinrich von Heinsberg), Simon und Eberhard Sponheim, der Witwe des verstorbenen Grafen, Heinrich III. von Sayn, Mechthild, dass sie ihnen den Saynschen Besitz mit Ausnahme von Blankenburg und der Löwenburg, früher genannt Lewenburg, wo sie auf Lebenszeit Wohnrecht behalten will, vorzeitig übertragen hat.
1344 wurden mit Diedrich II. von Loen die Grafen von Loen neue Herren des Besitzes Lewenberg. 1361 wurde Godart von Loen Besitzer des Lewenberger Landes, der in Honnef Münzen prägen ließ.
Durch Heirat einer weiblichen Erbin der Herrschaft Lewenberg mit dem Grafen Johann von Nassau-Saarbrücken fiel das Gebiet 1448 in die Hände dieses Geschlechts. Unter ihrer Herrschaft wurde 1457 vom Kölner Domkapitel Bann und Interdikt über das Löwenburger Land verhängt. Diese Beschwernisse wurden jedoch bald wieder beseitigt.
Darstellung des Drachenfelses und der Löwenburg von 1629 (Foto: Wenzel Hollar/Wikimedia)
Die Löwenburg im Mittelalter
Seit dem 16. Jahrhundert ist die langgestreckte Höhenburganlage des 13. Jahrhunderts mit Hochburg, Zwinger und Vorburg immer stärker verfallen. Die langgestreckte Vorburganlage auf der Bergseite ist bis auf geringe Reste zerstört. Erhalten sind die Zisterne im Burghof und zwei Seitenmauern des ehemaligen Bergfrieds der Hochburg.
Der umgebende Zwinger ist weitgehend zugeschüttet, doch seine Mauern mit den beiden Halbtürmen stehen fast noch in vollem Umfang. Warum sie bei der 1882 offenkundig aus Sicherheitsgründen vorgenommenen Abrissaktion geschont wurden, wissen wir nicht.
Der westliche Teil im Mittelalter
Der östliche Teil im Mittelalter
Ansichtszeichnung von 1879 mit einem Wetterschutz-Pavillon in der Ruine des Bergfrieds (Foto: Wikimedia Commons)
Die auf der Löwenburg angebrachten historischen Tafeln